. Hier thront der Temple Expiatori del Sagrat Cor, eine Kirche, die die ganze Stadt überblickt. Auf dem Montjuïc, dessen Name „Judenberg“ bedeutet, da es hier einst einen jüdischen Friedhof gab, finden wir den Palau Sant Jordi, das Stadion Lluís Companys (Hauptaustragungsort der Olympischen Spiele von 1992) und das Museu Nacional d'Art de Catalunya (MNAC, Nationales Kunstmuseum Kataloniens).
Auf dem Tibidabo finden wir das Observatorium Fabra und das Museum für Experimentalphysik (Gabinete de Física experimental) sowie einen Aussichtspunkt und einen kürzlich modernisierten Vergnügungspark. Auf den Berg gelangt man per Auto oder Bus, allerdings ist eine Fahrt mit der historischen „blauen Straßenbahn“ (tranvía azul) und der Standseilbahn sehr zu empfehlen.
Ohne Zweifel das größte Werk von Gaudí, wenn auch (noch) unvollendet. Gaudí übernahm das Projekt im Jahr 1885 und arbeitete daran bis zu seinem Tod vierzig Jahre später. Gaudí beabsichtigte, ein riesiges Monument des 20. Jahrhunderts zu errichten, mit 16 Türmen, die die zwölf Apostel und die vier Evangelisten sowie Jesus Christus und Maria repräsentieren sollten. 1926 wurde Gaudís Arbeit ein Ende gesetzt, als er tödlich von einer Straßenbahn erfasst wurde. 1936 wurde das Monument während des Bürgerkrieges in Brand gesteckt.
Heute, 120 Jahre nach der Grundsteinlegung, dauern die Bauarbeiten noch immer an. Dabei hat die Richtung, die man einschlagen soll, in Barcelona eine große Debatte ausgelöst und die ganze Welt wartet gespannt darauf, das vollendete Werk bald sehen zu können. Das wäre die größte Hommage an einen der bemerkenswertesten Söhne Kataloniens, Antonio Gaudí.
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